Dienstag, 19. Juni 2018

Etappe 2 Tag 7 19.06.2018

Heute ging es „nur“ von Großsölk zur Breitlahnhütte. Gemütliche 16km sollten es werden, es wurden sogar nur 8km, da mich auf halben Weg ein Halter mitnahm. Ich denke er packte die Chance ein bisschen zu plaudern bzw das jmd sich seinen Monolog anhört. Nichtsdestotrotz war es super lieb das er mich mitnahm, dadurch wurde noch mehr Pause im Pausentag möglich. Auf der Hütte angekommen fragte ich gleich mal nach ob ich meine Wäsche waschen durfte. Danach nutzte ich die Zeit mir die Schladminger Tauern näher zu Gemüte zu führen und ich machte einige Umplanungen in der Strecke. Ich möchte die halbwegs stabile Wetterlage soweit wie möglich nützen und so weit wie möglich. Soweit ich recherchiert habe kommen jetzt gar nicht wenige Schneefelder und versicherte Passagen auf mich zu. Das macht bei halbwegs schönem Wetter mehr Spass^^














Montag, 18. Juni 2018

Etappe 2 Tag 6 18.06.2018

Nach einem gemütlichen Frühstück machte ich mich um 0800 auf den Weg in das Mörsbachtal. Gleich hinter dem Gadthaus ging es hinein.



Das Wetter war noch miserabler als am Vortag, noch dazu hat es in der Nacht geregnet. Deswegen verwarf ich auch meinen ursprünglichen Plan über den Lämmertörlkopf  da mir das Wetter einfach zu unsicher war. Also ging es bis zur Hinteren Mörsbachalm zum Talschluss. 









Dort hatte ich Gelegenheit mit dem Halter zu plaudern.  Er war Fernfahrer und als er in Pension ging vor acht Jahren verbringt er jeden Sommer auf der Alm. Die Ziegen sind seine eigenen. Ihm gefällt das Leben oben, immer nach den Tieren und dem Rechten zu sehen. Interessanterweise war er jetzt schon der Dritte der vom Wolf zu reden anfangte. Die Rückkehr des Wolfes scheint ein großes nicht zu unterschätzendes Thema zu sein. Fiel mir zuvor noch nicht so auf.

Von der Alm ging es dann hinauf zur Gstemmerscharte und dann gleich hinüber ins Mößnakar. Ein Traum das Kar. Irrsinnig nass - nicht nur wegen dem Regen der Nacht sondern es gehen unzählige Bächlein in den Mößnakarbach dadurch ist alles, insbesondere der Boden durch und durch nass. Aber nichtsdestotrotz war es eine irrsinnige Freude hier abzusteigen. 

Im Wald kurz vorm Eingang ins Gr. Sölktal fand ich dann Unmengen an Eierschwammerl. Sie wurden Gastgeschenk für die Unterkunft, aber ich konnte diesen Schatz nicht stehen lassen.



Doch das dauerte noch bis zur Unterkunft, da ich fast das ganze Tal noch raus muss. Deshalb wäre ich ja gern über den Lämmertörlkopf gegangen da wäre dann nicht mehr viel Straße übrig geblieben. Aber egal, so ist es halt. Das Glück war das es einen Talwanderweg gibt der bis zum Stausee führt, der derzeit noch trist und leer ist. Ab da ging es dann auf die Straße. 





Zum Glück aber nicht so lang, dann war ich schon überraschend früh in der Unterkunft in Großsölk.




Etappe 2 Tag 5 17.06.2018

Um halb 7 machte ich mich auf den Weg zur Seekoppe. Einige Male war der Bach zu queren was nasse Füße bescherte. Das Wetter war bei weitem nicht so schön wie angesagt, eher grad das es nicht geregnet hat. 



Am Gipfel war es auch wirklich nicht schön und ich bin gleich weiter zum Hochrettelstein (2220) dem höchsten Gipfel des Tages. Der Weg dorthin war ein gemütliches auf und ab.



Der Hochrettelstein war die meiste Zeit in Wolken gehüllt, glücklicherweise lösten sie sich vom Gipfel als es für mich rauf ging.



Nach dem Gipfel ging es bergab zum Plannerknot. Dort traf ich auch die ersten Wanderer für heute. Es sollten nicht die letzten sein, schließlich war Sonntag. Aufgrund des bescheidenen Wetters dürfte sich aber der Ansturm in Grenzen gehalten haben.

Nach dem Planner Knot ging es um den Plannerkessel herum, in einem stetigen auf und ab.





Die Seekoppe ist gar nicht oben auf dem Bild, sie wird verdeckt vom Weg zur der Planner Seekar Spitze die es selbst auch nicht auf das Bild geschafft hat. Das Bild entstand auf der Karlspitze (2091) dem letztenGipfel des Tages. Danach ging es zur Karlscharte und von dort zur Michelirlingalm und dann den Plotschergraben raus ins Donnersbachtal.

Dann ein Stück auf der Straße bis nach Donnersbachwald, dort checkte ich im Gasthof zur Gams ein. Ein sehr nettes Gasthaus wo auch ein Sherpa seit 8 Jahren arbeitet, er war nicht nur 2x schon auf dem Mount Everest sondern auch auf diversen anderen 8000er. Sein Hauptjob war aber eigentlich immer Koch in den Basislagern, dieser Tätigkeit geht er auch im Gasthof nach. 

Das Essen war ein Gedicht und mit vollem Magen ging es ins Bettchen.



Etappe 2 Tag 4 16.06.2018

Trieben - Oppenberg/Unterriedalm 

Nach dem Frühstück gegen 0700 machte ich mich auf den Weg. Ich hatte einen groben Plan im Kopf um nach Rottenmann zu kommen. Am liebsten wäre ich ja über den Berg ins nächste Tal gegangen doch das ist nicht umsetzbar, da dieses Tal (und viele andere Wälder in der Gegend) der Familie Flick gehören. Die haben wohl in diesem Tal die Wanderwege ausgedünnt bis es bis auf den Talweg keinen mehr gibt.



So versuchte ich über Forst- und Feldwege nach Rottenmann zu kommen. Das klappte - allerdings nur bedingt - 75% bis Rottenmann schaffte ich ca. im Wald  oder über das Feld zu kommen. Aber umso näher ich Rottenmann kam umso schlechter war das möglich.



Markiert war sowieso kein Weg. Aber es war lustig, man fühlte sich als Abenteurer, als Entdecker. Manches Mal endete der Weg nämlich vor einem Zaun oder im Unterholz und ich musste umdrehen oder mir etwas anderes überlegen. 

Rottenmann querte ich ziemlich komplett. Ereignislos. Dann ging es weiter nach Strechau und von dort nach Oppenberg. Acht harte Kilometer am Asphalt. Auch wenn der Weg Teil des Hemmaweges und Steir. Landesrundwanderweges ist gibt es dennoch keinen anderen Weg. Alles Asphalt. Das einzige Glück ist, das die Straße wenig befahren dadurch war es erträglich.



In Oppenberg gibt es zwei Gasthäuser wo ich niemanden angetroffen habe, obwohl ich gerne eingekehrt wäre. Hat mich außerdem noch verwundert, da ich beide zwecks Übernachtung angeschrieben hatte und beide meinten sie sind voll. Der Verdacht liegt nahe das sie niemanden für 1 Nacht wollten. So etwas kommt nämlich immer wieder vor...

Aber egal, ich hatte ja eine Unterkunft. Ich durfte auf der Gewürzalm auf der Unterriedalm übernachten. Zuvor durfte ich noch bei den Besitzern duschen und etwas essen bevor es rauf ging. 







Ich kann nur sagen WOW, unbeschreiblich tolles Gefühl eine Alm für sich allein zu haben. 

Freitag, 15. Juni 2018

Etappe 2 Tag 3 Wald/Schoberpass - Trieben/Paltental

Ich schlief ausgesprochen gut im Pfarrhof. Um 0600 stand ich auf und richtete meine Sachen bzw. räumte alles weg, wusch ab etc. was von mir gebraucht wurde. Wollte ja alles ordentlich hinterlassen. Um 0730 kam die Gute Seele mit Semmeln, Kupferl und Marmelade. Es war ein tolles Frühstück. Anschließend plauderten wir noch etwas bis ich mich um 0830 am Weg machte. Das tolle war der Weg zum Großen Schober ging quasi direkt vor dem Pfarrhof los. 



Eine Stunde später war ich auf der Schwarbeerenalm. Dort plauderte ich ein bisschen mit der Bewurtschafterin bevor es weiter ging.



Nach einer weiteren Stunde stand ich am Gipfel des Großen Schobers. Das Wetter war leider nicht so prickelnd und es ging ein kalter Wind. Nach einem schnellen Gipfelfoto machte ich mich wieder auf.



 Am Grat entlang ging es weiter zum Leckensattel. Durch die starke Bewölkung und dem Wind waren zwar teilweise tolle Blicke in die Tiefe möglich aber in die Ferne schwer. Der Eisenerzer Kamm gegenüber hüllte sich ein und entzog sich einem Blick.

Vom Leckensattel ging ein nicht markierter Pfad zu einer Forststraße, da in diesem Seitental kein einziger Wanderweg ist musste ich die gesamte Forststraße ohne wirkliche Abkürzer bis nach Treglwang runter gehen. Das zieht sich dann schon sehr. Dafür machte ich dann auch eine schöne Pause am Bach.



Danach passierte nicht mehr wirklich spannendes. Ich ging den Radweg entlang bis nach Gaishorn am See und dann wanderte ich einige Forststraßen entlang bis ich nach Trieben kam. 

Ich muss zugeben, mir fiel noch nie auf, dass da von der RHI ein großes den Ort dominierendes Werk steht. Im Ort selbst besorgte ich zuerst ein paar Kleinigkeiten beim Billa bevor ich im Triebener Hof eincheckte. 

Etappe 2 Tag 2 14.06.2018

Heute startete ich von Kalwang aus. Es hat zwar nicht geregnet aber der dürfte erst aufgehört haben, der Asphalt war noch nass.

Kaum am Weg in den Ort war auch der Weg Richtung Brunnebenalm leicht zu finden. Alles sehr gut beschildert. 

Kaum war ich allerdings im Wald war es nur noch ungemütlich nass. Einerseits tropfte es von den Bäumen, der Boden war triefend nass und man streifte ständig vom Regen nasse Pflanzen die natürlich durch dieses Regenwetter auch hochgeschossen sind wie die Pilze derzeit.

Unglaublich war dieses tolle satte Grün was ich eher aus Malaysia kannte da es dort ja auch ständig regnet und garnicht wenig davon.

Allerdings wurde der Weg zum Abenteuer. Es macht sehr häufig blop unter meinen Füßen, das schmatzende Geräusch des sumpfigen Bodens wenn er meine Schuhe fest umschloss. Ich tänzelte dadurch oft dahin oder versuchte links und rechts auszuweichen. Irgendwann merkte ich, dass es zu Regnen angefangen hat. Nicht so viel, es nieselte gerade so das man sich keine Regenjacke anziehen musste wenn man vom Waldweg auf die Forststraße kam. Umso mehr ich an Höhe gewann und mehr und mehr aus den Wald heraustrat bekam ich auch den aufgekommenen kalten Wind zu spüren. An sich ist ja nix dabei, allerdings mit nassen Schuhen und Hose nicht sehr prickelnd. Die Wolken selbst bildeten schon seit der Früh eine dicke Decke die relativ weit nach unten reichte. 

Bei der verfallenen Brunnebenalm machte ich mich dann an den Abstieg nach Wald am Schoberpass. Eigentlich wollte ich ja auf den Zeiritzkampel aber ich dachte mir 350hm für dass das der Wind pfeift und ich pitschnass bin. Meine Nase trieft jetzt schon und ich möchte eigentlich nicht krank werden. Der Eisenerzer Kamm lässt mich noch nicht zu sich. Auf den Reichenstein wollte es ja kürzlich auch nicht klappen. Egal, die Berge stehen noch länger und es kommt die passende Gelegenheit.

In Wald wollte ich bei einem alten Bekannten übernachten der mittlerweile hier (und noch weitere 4) die Pfarre übernommen hat. Nur irgendwie hatten wir aneinander vorbei geredet - sein Wohnhaus ist in Mautern und nicht in Wald 🙈 Nachdem das Missverständnis am Telefon geklärt wurde kontaktierte er die gute Seele des örtlichen Pfarrgemeinderates und sie nahm sich meiner an. So konnte ich allein den Pfarrhof für eine Nacht bewohnen. Es gab sogar eine Badewanne - welch ein Traum nach dem nasskaltem Tag. Jackpot. 












Etappe 2 Tag 1 13.06.2018

Heute ging es ganz gemütlich über den Rittersteig von Kammern nach Mautern und dann weiter über den Rastlandradweg nach Kalwang. Ich habe bewusst da und dort „getrödelt“ da die Etappe bewusst kurz gehalten wurde und ich nicht zu Früh in Kalwang ankommen wollte. 

Der Weg als ausgewiesener Themenweg der Erlebnistäler Palten- und Liesingtal war leicht zu finden und gut ausgeschildert. Weiters gab es interessante Schautafeln die die Geschichte der Burgen erzählten. Die Burgen selbst waren nur mehr Ruinen. Von einer gab es nur mehr ein paar Überreste die man fast übersieht aber dafür war die andere noch eindrucksvoll zu bestaunen. Richtig zugänglich war sie nicht, aber ich hab auch nicht daran gesucht. 

Nach den Highlights ging es den Waldpfad in einem gemütlichen auf und ab weiter. Er gab immer wieder an Felsvorsprüngen Tiefblicke in das Liesingtal frei. Befremdlich war der Autobahnlärm der einen ständig begleitete. 

Nach dem Rittersteig ging es über den Kameradensteig zum nächsten Graben und den dann hinab nach Mautern. Zahlte sich aus der Umweg. Ich konnte zwei Rehkitze im hohen Gras bestaunen und fand Unmengen an Eierschwammerln.

Nachdem ich den Ortskern von Mautern verlassen habe folgte ich zuerst einer Forststraße die parallel zur Straße ging und dann bei Schloss Ehrnau auf den Radweg. Ich hab mir ein Schloss erwartet, zu sehen bekam ich ein eher renovierungsbedürftiges Anwesen das war groß aber wenig eindrucksvoll aussah. 

Den Radweg ging es dann bis nach Kalwang über Liesingau. Kaum in Kalwang angekommen verpasste ich den Zug der mich nochmals nach Leoben bringen sollte. In der Wartezeit kehrte ich im örtlichen Wirtshaus ein. Und als ich mich bereit machte um zum Bahnhof zu gehen merkte ich das es regnete und zwar gar nicht so wenig. Hatte ich doch etwas Glück mit dem Wetter 😃

Heute ging es nochmals nach Leoben zur Übernachtung, da es mit dem Zug leicht u schnell erreichbar war und ich noch Zeit mit meiner besten Freundin verbringen wollte.