Samstag, 11. Juli 2020

Tag 5 8.7.2020 Muttekopf Hütte - Abstieg

Tag 5

Um 06:30 ging ich zum Frühstück - das Buffet war sehr großzügig. Ich genoss auch eine wunderbare Nacht allein auf einem Zimmer und bekam ein tolles Abendessen. Der Koch ist klasse hier!








Kurz nach 07:00 begann der letzte Anstieg - ca. 800hm ab Hütte. Auch wenn der Muttekopf direkt über der Hütte thront, verläuft der Anstieg über einen weiten Bogen terassenartig. Irgendwann zieht er dann über Geröll steil nach oben, und der Weg wurde deutlich schlechter. Es war noch keine Zeit ihn herzurichten. Das letzte Stück auf den Sattel war mit Seilversicherungen entschärft. Vom Sattel ging dann wieder ein guter Weg zum Gipfel. 












Vom Gipfel hat man einen megatollen Rundumblick. An klaren Herbsttagen soll er bis zum alten Münchner Flughafen reichen. Wirklich traumhaft!





Ich versuchte natürlich auch einen Blick auf die Kübelwände er erhaschen und konnte keinen Schnee sehen, aber ich sah ja nicht den Weiterweg. Im Abstieg traf ich eine Gruppe von 6 jungen Erwachsenen die genau über diese Route zur Hanauer Hütte unterwegs sind. Kurz dachte ich mir, hätte ich doch gehen sollen, bin ich zu übervorsichtig? Dann dachte ich mir nein, lieber einmal zu viel als zu wenig umgedreht. 





Freitag, 10. Juli 2020

Tag 4 7.7.2020 Hintere Tarrentonalm - Muttekopfhütte

Tag 4

Hui so spät kam ich noch nie los obwohl um 0700 schon das Frühstück gerichtet wurde. Erst um halb 9 ging es mit den 4 Wienern los. 


Die ersten 700Hm bis zum Hinterbergjoch ging ich mit ihnen, danach ging ich allein weiter. Sie waren mir doch etwas zu langsam unterwegs. 




Der Weg von der Tarrentonalm bis zum Hahntenjoch war sehr schön und gut hergerichtet. Auch ein paar Murmelen durfte ich zu Gesicht bekommen. 




Da die Anhalter Hütte umgebaut wird flog der Hubi laut hörbar im Kreis. Der Mischer stand am Hahntenjoch und der Hubi flog Stückchenweise die heiße Ware über das Steinjöchl.






Am Hahntenjoch war klarerweise ziemlich viel los, viele Motorradfahrer bei perfekten Wetter unterwegs. Ich ging sofort weiter Richtung Scharnitzsattel. Zuerst ein sehr angenehmer Weg, später wird es immer Gerölliger obwohl der feine Sand das mühsame ist, bis man bei den Versicherungen landet. Mit deren Hilfe ging es bis zum Sattel. Der Weg bergab ist zuerst steil dann sehr angenehm bis zur Hütte.










Richtig ungewöhnlich kurz der Tag, am frühen Nachmittag war ich schon da, obwohl ich erst so spät in der Früh und dann auch langsam los bin.




Tja und jetzt kommt die Krux. Der Weg zur Hanauer Hütte über die Kübelwände ist heuer noch nicht oft begangen. Allgemein sollen die Lechtaler derzeit noch objektiv gefährlich sein wegen dem Schnee der noch überall liegt. Die Gebirgsgruppe ist allgemein schon dafür bekannt sehr anspruchsvolle Touren zu haben - die traue ich mir schließlich zu - sonst wäre ich nicht hier. Aber ich bin jetzt nicht darauf aus „Glück gehabt“ Touren zu unternehmen. Dafür bin ich wohl zu wenig risikofreudig, daher habe ich mich schweren Herzens für einen Abbruch entschieden. Morgen geht es noch auf den Muttekopf und dann ins Tal.


Die Berge sind ja nicht aus der Welt und noch länger da, daher sehe ich das ehrlichgesagt recht entspannt.


Die Muttekopfhütte kann ich sehr empfehlen. Tolles Team, schöne Zimmer und super Essen - fantastische Lage!







Donnerstag, 9. Juli 2020

Tag 3 06.07.2020 Coburger Hütte - Hintere Tarrentonalm

Tag 3

Ich hätte gestern echt noch bevor ich zur Hütte hoch bin in den Seebensee springen sollen. Das ärgert mich das ich nur das Ziel vor Augen hatte und endlich ankommen wollte, ich hätte mir diese Pause noch gönnen sollen.


Frühstück gibt es erst ab halb 8 auf der Hütte. Ich war um 06:50 schon bereit und wie viele andere lungerte ich vor der Hütte rum und genoss die Aussicht.


Gestern Abend wusch ich noch behelfsmäßig meine Kleidung mit kaltem Wasser und hängte es im Trockenraum auf, leider wurde er nicht aktiviert und meine Hose ist am Bund und Gesäß noch nass, genauso wie der BH. Dafür ist das Wetter top - strahlend blauer Himmel! Allerdings soll es heute Nachmittag regnen, die restlichen Tage sehen wieder stabil und gut aus. 






Der Weg zur Bieberwirerscharte ist schnell geschafft, dafür war der Abstieg durch den Schotter sehr steil und mühsam. Der Weg dann bis zur Nassereitheralm inklusive Abstecher zum Schachtkogel war sehr schön. Genauso wie ich es mag, kleine Wege mal steinig mal sanfter Waldboden, mal durch Wiesen und immer was zum sehen am Weg. Wirklich schön. 


Auf der Nasserreither Alm blieb ich auf einen Saft und anschließend ging es wieder durch den Wald recht steil bis zum Fernstein. Das Wetter zog langsam immer mehr zu und es ging das ganze Tegeltal eine Forststraße entlang bis zur Hinteren Tarrentonalm. Die Forstraße geht besonders die ersten drei Kilometer sehr knackig steil bergauf. Das sich dahinter ein schönes Tal verbirgt zeigt sich erst spät. 




Schweren Herzens hab ich mich gegen die Lorea entschieden. Aber wenn ich dort rauf möchte dann nur mit Gipfel, bis kurz vor dem Plateau kam ich ja schon einmal. Das wäre sich heute zeitlich nicht wirklich ausgegangen, es wären von Fernstein 1500hm bis zum Gipfel und dann noch 3-4h zur Alm. Dann wäre zusätzlich der Gipfel auch noch in den Wolken gehangen - wie ich schon fast den ganzen Tag von der gegenüberliegenden Seite beobachten konnte. 


Die Hintere Tarrentonalm hat sehr guten eigenen Käse - insbesondere für ihren Graukäse sind sie bekannt. Der wahre Luxus war aber nicht das gute Essen sondern eine heiße Dusche (endlich auch Haare waschen) und ein Lager für mich allein. 


Es gab noch 4 weitere Übernachtungsgäste, diese Gruppe bekam das zweite Lager. Dürften ähnlich alt sein wie ich und gehen den Adlerweg, dh wenn es sportlich passt gehen wir bis zum Hahntennjoch gemeinsam. 









Mittwoch, 8. Juli 2020

Tag 2 05.07.2020 Eppzirler Alm - Coburger Hütte


Um halb 6 läuteten mich die Kühe aus dem Bett da sie gemolken werden wollten. Mein Wecker war aber eh auf 6 gestellt. Es blieben nur ich und ein bayrisches Pärchen über Nacht - sie waren allein im Lager, ich im Zimmer. Sehr angenehm.






Um kurz vor 7 ging es dann los. Zuerst das Tal über einen Forstweg hinaus, mir kamen schon viele Leute entgegen die noch vor der Hitze auf die Berge wollten.




In Gießenbach wies mir ein freundlicher Einheimischer den Weg Richtung Hoher Sattel. Jetzt um halb 9 war es schon unglaublich heiß und ich dachte mir nur - schon wieder eine Forststraße. Später, als der Bach schmal zu einer Klamm wurde, wurde zum Glück auch der Weg schmaler. Es ging dann ein wunderschöner Waldweg bis kurz zum Sattel rauf und dann ging es - Überraschung - einen Forstweg hinunter nach Leutasch.


Durch den Ort ging es zuerst auf Asphalt und dann neben der Ache auf einer Schotterpiste. Natürlich in der prallen Sonne. Ich hatte eigentlich nur drei Gedanken:

(1) Wo bekomme ich Wasser her?

(2) Warum ist Leutasch nur so furchtbar lang?

(3) Warum ist die Sonne nur so unbarmherzig? 


Irgendwann war Leutasch dann doch noch zu Ende und ging nahtlos in das Gaistal über. Bevor das Gaistal beginnt ging es noch durch die Öfen, der Name kommt von der ofenförmigen Auswaschung. Es hat nur die Straße und der Bach Platz. Zwischen den Fels ist noch eine Kapelle hineingezwängt worden, dass Gott an die Leutascher denkt und das sich nicht die Ache über den Ort ergießt. 




Wahnsinn! Wieviele Leute das Gaistal überschwemmen. Meist Mountainbiker aber auch viele Wanderer. Die Almen sind wirklich sehr schön, besonders alles so eingebettet zwischen dem Wettersteingebirge. Die schroffen Wände machen das Tal noch lieblicher. Dennoch, der gesamte Weg war - ganz was neues - Forstweg mit wenig Schatten. Ich hatte da heute wirklich unglaubliches Pech - am frühen Nachmittag nahm zum Glück die Bewölkung zu. Wenige Kilometer waren nur Mountainbiker und ich unterwegs, bis zum Igelsee. Ab da waren die Tagesausflügler der Ehrwald Bahnen unterwegs. Der Strom riss nicht ab. 




Dafür wurde die Natur wieder wilder umso näher man dem Seebensee kam. Wunderschön eingebettet zwischen schroffen Berge auf die Eisenwege, Kletterrouten und leichte Kraxelein führten. Geschenkt wird hier kein Gipfel.


Als endlich der Forstweg sein Ende fand, ging es noch 250m in Serpentinen bis zur Coburger Hütte, wovon man einen wunderschönen Blick auf den Seebensee und Drachensee hat.




Die Hütte ist ziemlich voll und hat viele Übernachtungsgäste. Zum duschen gab es leider wieder nur kaltes klares Wasser. 


Die Tour war heute wirklich sehr hart. Nicht technisch aber mental - über 30km Asphalt oder Forststraße mit runterglühender Sonne geht schon aufs Gemüt. Da hilft auch die Landschaft irgendwann nicht mehr. 






Donnerstag, 2. Juli 2020

Tag 1 04.07.2020 Innsbruck - Eppzirler Alm

Der Wetterbericht für heute war im Vorhinein etwas durchwachsen. Schlussendlich aber Top Wanderwetter.

Es ging zuerst über die Sill und durch Saggen bis zum Hans Psenner Steg um auf die andere Seite des Inn zu kommen. Diese Brücke wurde als Notsteg errichtet damit im Zweiten Weltkrieg die Luftschutzstollen am Nordufer erreicht werden konnten. Von dort hinauf zur Hungerburg am Alpenzoo vorbei. Weiter ging es  bis zum Spielplatz Gramartboden, durch den Höttingergraben zum Höttingerbild und durch den Wald auf einem kleinen Pfad im auf und ab zum Alpengasthof Rauschbrunnen. Ab da verließ ich dann den Wirkungsbereich der Stadt. 



Am Söldensteig geht es auf einem kleinen, aber gut ausgetretenen Pfad direkt oberhalb der Kranebitterklamm entlang, zuerst direkt im Wald dann exponiert auf der Südseite wo man einige Reischen zum queren hat wo der Weg mehr schlecht als recht ist. Ein toller Platz am Weg ist allerdings die sogenannte "Nasse Wand" wo im Frühjahr ein toller erfrischender Wasserfall die Wand hinunterkommt. 







Bis knapp vor der Neuen Magdeburger Hütte war mir alles bekannt, ab da startete das Abenteuer. Es ging den Zirler Schützensteig hinauf, den Südflanken des Großen Solsteins entlang bis zum Solsteinhaus. Der Schützensteig wurde im 30 jährigen Krieg erbaut. Obwohl als schwarzer Bergweg angeführt fand ich ihn sehr angenehm zum gehen mit ein paar Kraxlstellen. 





Der Große Solstein ist übrigens kleiner als der Kleine Solstein. Der Weg hat immer wieder Seilversicherungen und das Herzstück des Weges ist das sogenannte Kaminl, eine versicherte Steilstufe. 

Am ersten Tag fühle ich mich immer etwas mulmig ob ich dem ganzen auch gewachsen bin, ob ich die ausgesetzten Wege gut meistern werde oder ob mich der Mut verlässt. Wenn man allein unterwegs ist kann einem keiner gut zureden oder daran erinnern was man alles schon tolles geleistet hat.

 Ich war mit u.a. nicht sicher wegen dem Schützensteig, ich fand nämlich schon bei einer letzten Tour den Schleifwandsteig mental sehr fordernd und der ist nur als roter Steig angegeben - ich machte mir schon Sorgen was hier dann als schwarzer Weg gilt. Schlussendlich find ich den Schützensteig sogar harmloser und wesentlich angenehmer. 



Vom Solsteinhaus aus war es dann nicht mehr weit, noch einige Höhenmeter bis auf die Eppzirler Scharte und dann war auch schon das Tagesziel die Eppzirler Alm im Blick. Ich finde es immer fies wenn man noch lange vor dem Erreichen das Ziel vor Augen hat. Die Eppzirler Scharte wollte aber noch hart erarbeitet werden (Siehe Bild unten, Scharte ist die Linke Reischen rauf)

Oben auf der Scharte kommt man sich vor wie in den Dolomiten. Ein absoluter Traum!







Die Eppzirler Alm liegt unglaublich schön eingebettet im Karwendel. Ich kann einen Ausflug hierher jeden ans Herz legen.

Der Tag war echt top, das Wetter gut, die Wege in gutem Zustand, alles fein 🥳 so macht wandern unglaublich viel Freude. 

Freitag, 19. Juni 2020

In Innsbruck angekommen .... und wieder weiter

Nachdem ich Anfang Juli 2018 in Innsbruck angekommen bin, war irgendwie klar, dass es das nicht gewesen sein konnte. Die Berge hören ja nicht plötzlich auf. So schmiedete ich den Plan ein Stück weiter zu gehen, diesmal wechsle ich aber von den Zentralalpen in den  Nordalpenraum, eigentlich logisch wenn man die Nordkette direkt vor der Haustüre hat.

Heuer, zwei Jahre später geht es also in der ersten Juli Woche los. Da ich in eine sehr touristische Ecke von Tirol komme habe ich heuer alles brav vorreserviert - und gut war es, dank Corona ist es ja nicht mehr so einfach in einer Hütte unter zu kommen. Eine Hütte am Weg (Selbstversorgerhütte) hat beschlossen, dass sie heuer gar nicht erst aufsperren. Wo ich dann übernachten werde? Lasst euch überraschen ;) 

Na und wie gehe ich nun? Ich nehme wieder das bestehende Weitwandernetz in Anspruch. Mein Plan ist von Innsbruck über den linken Ausläufer der Nordkette über das Solsteinhaus Richtung Scharnitz zu gehen und dort auf den Adlerweg/Nordalpenweg aufzuspringen. Um dann nach Leutasch auf die Coburgerhütte wieder von dieser vorgegebenen Route abzuweichen. Nach dem Wettersteingebirge geht es dann in die Lechtaler Alpen auf den berühmten Lechtaler Höhenweg. Wobei ich wieder von der Linie abweiche und über das Hahntennjoch auf die Muttekopfhütte gehe und nicht über Bschlabs zur Hanauerhütte (wie Nordalpenweg/Adlerweg es vorschlagen). Den geht es dann hochkonzentriert entlang bis zur Ulmer Hütte und dann hinab nach Sankt Anton. So der Plan :)

Für mich emotionale Wegpunkte sind...

(a) Coburger Hütte mit Drachensee
Als Schülerin war ich mal dort oben, eine meiner ersten Hüttenübernachtungen glaube ich. Ich weiß noch das meine Mama (oder waren sogar beide Eltern dabei?) schon am Freitag unterwegs war. Ein Vater hat mich und seinen Sohn nach der Schule aufgegabelt und wir sind nach auf die Hütte. Ich kann mich nicht mehr so richtig an das Ganze erinnern, alles verschwommen, aber die Hütte die über den See thront in dieser kargen Landschaft hat in meiner Erinnerung einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Ich war nie wieder dort und deshalb möchte ich unbedingt diese Chance wahrnehmen.

(b) Loreakopf
Ich bin Mitglied einer christlichen Schülerinnenverbindung, wir tragen sogenannte Coleurnamen die man sich selbst aussuchen kann - hat was von Decknamen. Mit meinen Sweet Sixteen habe ich am liebsten Metal gehört, eine meiner Lieblingsbands in dem Moment war die schwedische Band "Siebenbürgen" mit dem Lied "Loreia". Damals als google noch nicht alles wusste habe ich den schwedischen Text über Umwege übersetzt (übersetzen lassen) und fand den ziemlich klasse und habe mich dann so genannt. Damals wusste ich noch nicht das es einen Gipfel mit MEINEM Namen gab - hehe cool oder? Ein älterer Herr  bei einer Veranstaltung, hat das mal erwähnt und mich gefragt ob mein Name mit dem Berg bei Nasserreith zusammenhängt ... ich habe daraufhin natürlich recherchiert und bin mit meiner Mama einmal losgezogen. Nur sind wir nicht mal bis zur Hütte gekommen, da sich ein Gewitter dort festgesetzt hat und uns kaum das wir auf der Hochebene waren kalt erwischt hat. So schnell bin ich zuvor noch nie knappe 1000 Höhenmeter hinuntergekommen. Tja ihr habt es schon erraten ... ich war nie wieder dort, jetzt liegt es - welch ein Zufall - genau am Weg. Betet für mich, dass es mit dem Wetter wird, sodass ich vllt diesmal auf den Gipfel komme. Wäre schon a tolle Gschicht.

Soviel mal zum Rahmen in dem ich mich bewege. Mal sehen ob mir das Wetter hold ist, ansonsten ist der Lechtaler Höhenweg in der Form eher nicht machbar und ich muss ausweichen. 

Alles Liebe Anna

Freitag, 29. November 2019

Mit der Hillskrew auf das Brandjochkreuz

Seit heuer gibt es in Innsbruck die Hillskrew (hier), ein "good vibes only" Lauftreff der jeden Dienstag ab 18.30 die umliegenden Hills unsicher macht. Ich folge der Gruppe von Anfang an auf Instagram und finde sie großartig. Eine tolle engagierte Truppe die den Spaß am Laufen und der Freude etwas zu schaffen im Vordergrund hebt. Durch die Ungezwungenheit ist jeder willkommen, wer da ist, ist da.

Links im Bild der erste Gupf ist das Brandjochkreuz
Aufgrund meines etwas weiter entfernten Wohnortes habe ich es logischerweise noch nicht geschafft bei einem Lauftreff dabei zu sein, allerdings hatte ich die Chance beim zweiten Hillskrew Wandertag auf das Brandjochkreuz dabei zu sein. Auch einer dieser umliegenden Gipfel wo ich noch nicht oben war - der eigentliche die eigentlichen Brandjochgipfel fehlen noch, aber kommt Zeit kommt Rat.

Es sammelte sich eine bunte Gruppe beim Treffpunkt vorm Kater Noster im Stadtteil Wilten und gemeinsam ging es zur nächsten Busstation des J, der uns auf die Hungerburg (868m) brachte. Von dort ging es einen für mich noch unbekannten Weg, Roßfallweg, durch den Höttingergraben rauf zur Höttingeralm (1487m) und von dort fast eben zum Achselboden.


Höttingergraben

Der Achselboden (Achselkopf, 1560m) ist eine freie Wiesenfläche mit Brunnen und Privathütte. Ein sehr schönes Fleckchen oberhalb von Innsbruck.


Vom Achselboden ging es weiter zum Brandjochboden, ebenfalls wie der Name schon sagt, ein baumfreies, fast ebenes Fleckchen oberhalb von Innsbruck, allerdings ohne Zivilisationsspuren wie einem Brunnen oder Hütte. Von dort geht es nur mehr den Schlussanstieg über einen Rücken rauf zum Brandjochkreuz (2268m).

Blick Richtung Seegrube und ins Unterland
Blick vom Brandjochboden zum Brandjochkreuz
Die Aussicht von dort ist wirklich sehr toll - wer noch nicht müde ist oder die richtigen Schuhe anhat, kann noch den Südgratsteig entlang in leichter Kraxelei (UIAA III) bis zur Vorderen Brandjochspitze und wer immer noch nicht genug hat von dort weiter bis zur Hinteren Brandjochspitze (UIAA I).

Blick hinunter nach Innsbruck

Blick Richtung Sellrain
Blick auf den potentiellen Weiterweg den Grat entlang bis zu den Brandjochspitzen
Vom Gipfelkreuz hat man einen perfekten Blick nach Innsbruck
Der vorgelagerte Punkt des Brandjochkreuz eignet sich perfekt für ein Foto ;)
Anschließend ging es gemeinsam zurück zur Höttingeralm wo wir den Nachmittag gemütlich ausklingen ließen. Es war wirklich toll mit der Gruppe mitzuwandern, sehr viele interessante & vor allem sportliche Mitglieder. Vielleicht geht es sich wieder einmal aus bei einem Event dabei zu sein ...

Noch ein Blick zurück von der Höttingeralm