Mittwoch, 9. August 2023

10.07.2023 Richetlipass : Obererbs - Urnerboden

 Um halb 6 gab es für mich und das deutsche Pärchen Frühstück. Eine Stunde später waren wir schon unterwegs.

Das erste Zwischenziel, ein unbenannter Pass beim Ärbser Stock (links im Bild) war gleich im Blick. Zuerst ging es nach rechts über eine verfallene Alm bis ganz ans Ende des Grabens, dann arbeitete sich der Weg langsam aber sicher nach oben.

Kleine Pause am unbenannten Pass mit Blick auf den Richetlipass (geradeaus im Bild mit Schnee in der Rinne). Bis zu diesem Übergang wanderte ich mit dem deutschen Pärchen, anschließend trennten sich unsere Wege.


Unter mir eröffenete sich ein wunderbares Hochtal, wie ein Amphitheater,  mit der noch unbewirtschafteten Alp Wichlenmatt.

Das Tal war schnell durchquert und schon ging es wieder hoch zum Richetlipass (2260m). Dort machte ich wieder eine Pause, bevor es steil bergab Richtung Linthal ging.

Es ging zuerst recht steil zur noch nicht bewirtschafteten Alp Oberstäfli und dann insgesamt rasante 800 m bis zur Alp Unterstafel (1386m) am Ende des Durnachtal (ganz unten im Bild wo der Schotterstreifen des Baches sichtbar ist).



Ab da ging es wieder eine Fahrstraße entlang, die später auch asphaltiert war - zum Glück aber nicht das gesamte Tal hinaus irgendwann bog der Weg dann links ab und führte sehr romantisch an Trockenmauern entlang und später direkt oberhalb des Baches bis nach Linthal.



 Kurz vor Linthal machte ich eine Pause, dann war zum Glück noch ein Brunnen zum Wasser auffüllen bevor es in der Mittagshitze zum steilen Aufstieg nach Braunwald ging - der natürlich größtenteils in der prallen Sonne war.



Braunwald ist Autofrei - aber nicht Traktorfrei - wie ich bald merke. Ich gehe auch mal wieder nicht den offiziellen Via Alpina Weg entlang der macht mir eine zu große Schleife durch den Ort sondern ich kürze ab um wieder direkter auf den Höhenweg zu kommen.

Der Weg ging recht kitschig an Bauernhöfe und einem Wasserfall vorbei, war zuerst die längste Weil bis zur Alp und Ausflugsziel Nussbühl wo es natürlich an diesem schönen Tag wuselte wie im Bienenstock.

Doch ich hielt nicht an und ging gleich weiter, zuerst füllte ich mal wieder meine Wasserflasche am Brunnen auf und dann ging der Schotterweg endlich ein einen Pfad über und auch in den Wald. Im Balmwald ging es gefühlt endlos leicht auf und ab, ab und zu traf ich auch andere Wanderer und es war dennoch obwohl der Weg größtenteils im Schatten ging unerträglich heiß. Irgendwann spuckte einem der Wald wieder aus und man kam wieder auf ausgedehnte Almböden - den Balmboden, mit ersten Blick auf den Urnerboden & dahinter den Klausenpass - eine Wiese wurde gequert und am Grenzstein Uri wurde man wieder ausgepuckt. Yess nächster Kanton.

 

 

Dann ging es zuerst mal ein bisschen die Straße entlang bevor der Weg dann Richtung Kieswerk/Fätschbach abbog.  Der Urnerboden ist die größte Almfläche der Schweiz und über den Klausenpass führt eine Straße, und obwohl man natürlich ständig Autos und vor allem auch Motorräder auf der Straße fahren sah höhrte man den Verkehr doch kaum vom Wanderweg aus.

Beim Kieswerk ist ein Stellplatz direkt am Fluss und es war voll viel los. Viele Campingautos standen da und die Menschen erfrischten sich im Fluss. Da kam richtig Urlaubsstimmung auf, da ich auch ins Wasser wollte aber keinen Bikini mithab ging ich noch ein Stück weiter bis ich eine passende Gumpe sah - mal wieder direkt neben dem Wanderweg. Mal wieder hatte ich Glück, denn solange ich nackt war kam kein Mensch vorbei dafür kaum da ich wieder mich wieder bedeckte kam eine große Wandergruppe vorbei. 


Ich kochte mir auch gleich was zum Abendessen da eh schon später Nachmittag war und ich mir ab jetzt irgendeinen Ort zum schlafen suchen wollte. Allerdings waren die idealen Plätze noch in der prallen Sonne und es war doch auch erst am Nachmittag - ich machte echt lang Pause aber irgendwann packte ich doch auch wieder meine Sieben Sachen zusammen und ging noch weiter. Natürlich war das wo ich Pause machte der perfekte Platz wie mir später bewusst wurde, ich ging noch ein Stück bis nach Urnerboden bis ich auf einer Weide auf der anderen Flussseite versteckt hinter Bäumen mein Zelt aufbaute.

 

Doch dann der Schreckmoment Donner und leichter Regen - das war nicht vorhergesagt! Ich packte wieder alles schnell zusammen und ging nach Urnerboden dort gibt es ein Gasthaus mit Übernachtungsmöglichkeit, die waren natürlich voll, sonst gab es nicht wirklich was. Dann sagte ich zu mir selbst, das kommt heute nix, alles gut. Ich ging wieder zum Wanderweg und zu einem kleinen Wäldchen mit Feuerstelle direkt am Fluss mit Blick auf drei Häuser, das hat mir eh schon zuerst besser gefallen als Schlafplatz, nur weil es etwas einsichtig von den Häusern und der Straße war wollte ich da zuerst nicht zelten. Aber jetzt war es mir egal. Ich baute alles auf und döste vor mich hin im Zelt da ich wachsam sein wollte falls mich jmd hinauswarf ... aber es kam niemand und ich schlief richtig gut die Nacht. Ich träumte auch.








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